Vulkanaktivitäten Januar bis Juni 2014


6. Juni 2014: USA, Alaska, Pavlof, 2'519 m. Am 31. Mai registrierten Satelliten erhöhte Oberflächentemeperaturen. Beobachter in der Nähe des Vulkans meldeten am nachfolgenden Tag Lavaströme an der Nordost-Flanke des Vulkans. Piloten meldeten Gas- und Aschewolken mit einer Höhe zwischen 2,1 und 2,4 km, welche sich in nördliche Richtung bewegten. Am 2. Juni intensivierte sich die vulkanische Aktivität merklich. Es wurden Tremors gemessen und Piloten berichteten von bis zu 7 km hohen Aschewolken, welche sich bis in eine Entfernung von 80 km nördlich des Vulkans ausdehnten. Es wurden Lavafontänen und pyroklastische Ströme beobachtet.


30. Mai 2014: Sangeang Api, Indonesien, 1'949 m. Eine mächtige explosive Eruption erschütterte den Vulkan. Die Eruptionswolke erreichte nach Angaben verschiedener Piloten eine Höhe von bis zu 20 km. Noch in 30 km Entfernung vom Krater ging Asche nieder. Der Vulkan war seit 1999 inaktiv. Die Vulkaninsel ist unbewohnt.


17. April 2014: Ubinas, Peru, 5'672 m. Der Vulkan stiess eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 4 km aus. 4'000 Personen sowie deren etwa 30'000 Nutztiere im näheren Umkreis des Vulkans wurden evakuiert.


5. April 2014: Tungurahua, Ecuador, 5'023 m. Bei einer heftigen explosiven Eruption ist eine Asche- und Dampfwolke mit einer Höhe von bis zu 10 km entstanden. In den umliegenden Gemeinden seien Schutt und Asche niedergegangen, einige Straßen gesperrt und die Rettungskräfte der Region in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Rauchwolke reichte bis in die 140 km nördlich gelegene Hauptstadt Quito.


3. März 2014: Pacaya, Guatemala, 2'552 m. Mehrere explosive Ausbrüche in den letzten Tagen führten in der Umgebung des Vulkans zu Vorbereitungen einer möglichen Evakuierung von bis zu 3'000 Personen. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von bis über 4 km.


14. Februar 2014: Kelut, Java, Indonesien, 1'731 m. Ein schwerer Ausbruch ereignete sich beim Kelut. Nach ersten Medienberichten erreichte die Eruptionswolke eine Höhe von 17 km. In Städten und Dörfern bis in eine Entfernung von 500 km (Bandung) wurde von Aschefall berichtet. Der Einsturz eines Dachs eines Evakuationszenters forderte 4 Todesopfer. Etwa 100'000 Menschen mussten evakuiert werden. Die Explosion war noch in einer Entfernung von 180 km vom Vulkan hörbar. 3 internationale Flughäfen sind geschlossen. Der Flugverkehr wurde durch die mächtige Eruptionswolke beeinträchtigt.


3. Februar 2014: Tungurahua, Ecuador, 5'023 m. Eine schwere explosive Eruption erschütterte den Vulkan. Pyroklastische Ströme erreichten nach Medienberichten einige Strassen am Fuss des Vulkans. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von 14 km. Einige Dörfer in der Nähe des Tungurahua wurden evakuiert. Es liegen bis anhin keine Berichte über Opfer oder Schäden vor.


1. Februar 2014: Sinabung, Sumatra, Indonesien, 2'460 m. Erstmals hat ein Ausbruch des Vulkans direkt 15 Todesopfer gefordert, darunter vier Schüler, die zusammen mit ihrem Lehrer die Aktivitäten des Vulkans beobachteten. Sie befanden sich in einem Dorf etwa 2,5 km vom Krater des Vulkans entfernt in der Evakuationszone. Pyroklastische Ströme erreichen diese Zone innerhalb weniger als einer Minute.


17. Januar 2014: Sinabung, Sumatra, Indonesien, 2'460 m. Die Eruptionen des Vulkans haben an Intensität zugenommen. Die pyroklastischen Ströme wurden sukzessive grösser und haben in der Zwischenzeit weite Gebiete an den Hängen des Vulkans zerstört. Mehrere Dutzend dieser heissen Aschewolken ergiessen sich täglich über die Hänge des Vulkans. Die Länge dieser Ströme erreicht 5 km und die permanente Aschewolke, die der Vulkan ausstösst erreicht 6 bis 8 km Höhe. Der Lavadom im Inneren des Kraters hat ein Volumen von mehreren Hundert Kubikmetern. Die Zahl der Evakuierten liegt derzeit bei etwa 26'000 Personen. Die Schäden am Kulturland betragen über 60 Millionen Dollar.


17. Januar 2014: Nishino-jima, Japan, 38 m. Die vor 2 Monaten neuentstandene Vulkan-Insel ist inzwischen um 800 % gewachsen. Die vulkanische Aktivität ist weiterhin stark. Die austretende Lava hat eine Temperatur von etwas 1'000 Grad Celsius. Die neue Insel weitestgehend aus Lavaströmen und nicht aus Aschen aufgebaut ist.


3. Januar 2014: Sinabung, Sumatra, Indonesien, 2'460 m. Erneut ereigneten sich mehrere explosive Ausbrüche beim Vulkan. Vulkanologen haben einen neuen Dom im Vulkankrater entdeckt. Der wiederkehrende Kollaps von Domen führt jeweils zu Explosionen und den gefürchteten pyroklastischen Strömen an den Hängen des Vulkans. Der Lava-Dom hat ein geschätztes Volumen von 2,5 Millionen Kubikmetern. Es sind bis anhin über 20'000 Menschen aus dem Gefahrengebiet an den Hängen des Vulkans evakuiert worden.