VULKANE / VOLCANOES

Die grössten Vulkanausbrüche seit 2000
Die 12 grössten Vulkanausbrüche der letzten 4'000 Jahre
Vulkane nach Land
Calderen nach Land
Die "Decade Vulkane"
Möglicher bevorstehender Ausbruch

AKTUELLSTE AUSBRÜCHE / LATEST ERUPTIONS

8. Februar 2024: Island, Reykjanes, 140 m. Ein weiterer Ausbruch in demselben Spaltengebiet wie im Dezember 2023 und Januar 2024 hat um 06.00h Lokalzeit begonnen. Die Eruption ereignet sich an einer neuen Spalte mit einer Länge von rund 3 km. Der entstandene Lavastrom hat inzwischen mehrere Strassen und eine Heisswasserleitung überflutet und unterbrochen. Die Eruptionstätigkeit hat sich am 9. Februar jedoch bereits wieder stark vermindert. Es sind vorerst keine weiteren Gebäude oder Menschen gefährdet.


12. Januar 2024: Island, Reykjanes, 140 m. Nachdem sich die Aktivität seit dem letzten Ausbruch im Dezember 2023 etwas beruhigt hatte, kündigten in den frühen Morgenstunden etwa 200 Erdbeben einen neuerlichen Ausbruch an. Um kurz vor 8 Uhr Ortszeit öffnete sich sodann südsüdöstlich von Hagafell eine Spalte, aus welcher Lava austritt. Die Spalte liegt wesentlich näher an der Ortschaft Grindavik als im Dezember und die Lava scheint sich auf den Ort zuzubewegen. Die Einwohner von Grindavik wurden bereits in der Nacht evakuiert. Es handelt sich um den insgesamt 5. Eruptionszyklus auf der Reykjanes Insel seit 2021. Momentan werden etwa 50 bis 100 Kubikmeter Lava pro Sekunde ausgestossen, was zirka einem Drittel der Menge im Vergleich zum Dezember-Ausbruch entspricht. Kurz vor Mittag öffnete sich in der Verlängerung der bisherigen Spalte eine weitere kürzere Spalte mit einer Länge von etwa 100 m nur rund 35 m vom Stadtrand entfernt. Aus der Spalte steigen Lavafontänen auf, welche einen Lavastrom speisen, der inzwischen die erste Strasse von Grindavik überquert und die ersten Häuser erreicht hat, die nun in Flammen stehen.


23. Dezember 2023: Indonesien, Flores, Lewotobi, 1'703 m. Ein starker explosiver Ausbruch des Vulkans führte zu einer Wolke aus Vulkanasche, die auf eine Höhe von rund 3'400 m aufstieg. Der Lewotobi ist einer der aktivsten Vulkane der Region. Es handelt sich um einen Stratovulkankomplex mit zwei zentralen Kratern, welche in einer nordwestlich-südöstlichen Ausrichtung etwa 2 km voneinander getrennt angeordnet sind. Der Lewotobi Lakilaki hat eine Höhe von 1'585 m und einen Kraterdurchmesser von 400 m, der Lewotobi Perempuan ist 1'703 m hoch und sein Kraterdurchmesser liegt bei 700 m. Die seismischen Aktivitäten begannen bereits in der ersten Hälfte Dezember, wobei zwischen dem 1. und 17. Dezember rund 130 vulkan-tektonische Erschütterungen registriert wurden. Das zuständige Vulkanobservatorium hat daraufhin die Alarmstufe 2 erklärt. Am 17. Dezember hat sich die seismische Aktivität massiv intensiviert, wobei die charakteristischen Tornillo-Beben begannen, welche typisch für Magma-Bewegungen im Berg sind. Es liegen vorerst keine Meldungen über Opfer vor.


21. Dezember 2023: Island, Reykjanes, 140 m. Nachdem sich die Aktivität bereits am Vormittag auf zwei Krater beschränkte, hat die Eruption gestoppt. Es ist vorerst unklar, ob es sich um eine Pause oder ein Ende des Ausbruchs handelt. Insgesamt wurde durch die ausgetretene Lava eine Fläche von 3,7 Quadratkilometern bedeckt.


18. Dezember 2023: Island, Reykjanes, Skogfell, 140 m. Um 22:17 Uhr Ortszeit öffnete sich im Gebiet zwischen Stora-Skogfell und der Kraterreihe Sundhnukar eine rund 4 km lange Eruptionsspalte. Lavafontänen schossen vorerst bis zu 100 m in die Höhe. Die Förderrate betrug zu Beginn der Eruption etwa 100 bis 200 Kubikmeter pro Sekunde. Die Fliessgeschwindigkeit der entstandenen Lavaströme beträgt etwa 1 km pro Stunde. Die Stadt Grindavik ist zur Zeit nicht gefährdet, da die Entfernung vom südlichen Ende der Ausbruchsspalte bis zum Stadtrand etwa 3 km beträgt und die Topografie einen Lavafluss in Richtung der Stadt verhindert. Ebenfalls ist das Gebiet um die Blaue Lagune sowie das dazugehörige geothermische Kraftwerk vorerst nicht gefährdet. Der Ausbruch kündigte sich lediglich durch über 500 Erdstösse an, die nur rund 2 bis 3 Stunden vor Beginn der Eruption gemessen wurden, was einer sehr kurzen Vorwarnzeit entspricht. Die Lava fliesst bis anhin nicht in südliche Richtung in die Gegend von Grindavik, sondern nach Osten und Westen und könnte dann in Richtung Norden abgelenkt werden. Die Aktivität konzentriert sich auf inzwischen nur noch fünf Stellen entlang der ursprünglich 4 km langen Spalte und hat sich auf etwa einen Drittel des zu Beginn geschätzten Ausstosses reduziert.


3. Dezember 2023: Indonesien, Sumatra, Marapi, 2'885 m. Ein sehr starker explosiver Ausbruch des Vulkans führte zu einer Eruptionswolke mit einer Höhe von über 15 km. Der Ausbruch forderte nach neuesten Medienberichten 22 Todesopfer. Es handelt sich dabei um Wanderer, welche sich zum Zeitpunkt der Eruption auf dem Vulkan befanden.


2. Dezember 2023: Italien, Sizilien, Aetna, 3'357 m. Die seit 2 Wochen anhaltende Ausbruchssequenz setzt sich mit einigen spektakulären strombolianischen Eruptionen am Südostkrater ungebremst fort. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von bis zu 4,5 km. Die Lavaströme mit einer Länge von mehreren Kilometern ergiessen sich in unbewohntes Gebiet, weshalb weder Schäden noch Opfer zu erwarten sind.


22. November 2023: Italien, Sizilien, Aetna, 3'357 m. Ein strombolianischer Ausbruch führte zu mehrere Hundert Meter hohen Lavafontänen sowie dem Ausstoss von Lavabomben und Asche. Die intensive strombolianische Tätigkeit erfolgt vorwiegend aus Förderschloten des Neuen Südostkraters. Es wurde ein besonderes, stündliches zyklisches An- und Abschwellen der Aktivität beobachtet. Die ausgedehnte Aschewolke erstreckt sich über mehrere Dutzend Kilometer in südöstliche Richtung.


20. November 2023: Papua Neu Guinea, Ulawun, 2'334 m. Ein starker Ausbruch des Vulkans führte zu einer Eruptionswolke mit einer Höhe von über 15 km. Der Luftraum in der weiteren Umgebung des Vulkans wurde für den Flugverkehr vorübergehend gesperrt. Die Aschewolke wurde nach 7 Stunden von Satelliten in einer Entfernung von bis zu 518 km registriert. Der letzte grössere Ausbruch des Vulkans ereignete sich 2019. Der Ulawun ist der aktivste und höchste Vulkan der Inselgruppe.


11. April 2023: Russland, Kamtschatka, Shiveluch, 3'282 m. Der Kollaps des Lavadoms führte zu einer äusserst starken, explosiven Eruption und es entstand eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 20 km.


5. Januar 2023: USA, Hawaii, Kilauea, 1'222 m. Im Halemaumau-Krater des Vulkans begann am Nachmittag um 4:34 Uhr eine Spalteneruption. Der Ausbruch begann mit kleineren Lavafontänen. Die Lava bedeckte nach kurzer Zeit den gesamten Kraterboden. Am 6. Januar verstärkte sich die Eruption und es wurden Lavafontänen mit Höhen zwischen 30 m und 50 m beobachtet.


27. November 2022: USA, Hawaii, Mauna Loa, 4'170 m. In der Gipfel-Caldera Mokuaweoweo begann um etwa 11:30h eine neue Eruption des Vulkans. Es bildete sich ein Lavasee innerhalb der Caldera. An der Nordost-Riftzone öffneten sich 3 Spalten, welche 30 - 60 m hohe Lavafontänen ausstiessen. Inzwischen wurde eine Strasse, welche zum Vulkanobservatorium führt, überflutet.


29. März 2022: Portugal, Azoren, Sao Jorge, 1'053 m. Innerhalb einer Woche ereigneten sich auf der Insel über 13'000 Erdbeben was bei der lokalen Bevölkerung zur Sorge vor einem bevorstehenden Vulkanausbruch führte. Wie das Zentrum für seismovulkanische Überwachung und Information meldete, waren inzwischen 209 von der Bevölkerung gespürte Erdbeben gemessen worden. Die Regionalregierung begann mit der Vorbereitung von Notunterkünften. 2'000 der 8'400 Einwohner haben die Insel inzwischen aus Angst verlassen. Die seismische Aktivität hatte am Nachmittag des 19. März begonnen. Das stärkste Erdbeben war an diesem Tag um 18:41 Uhr Ortszeit mit einer Stärke von M 3,3 auf der Richterskala erfasst worden. Betroffen sei vor allem der Sektor zwischen Velas und Fajã do Ouvidor. Der letzte Ausbruch eines Vulkans auf der Insel ereignete sich im Jahr 1808.


12./14. Januar 2022: Tonga, Hunga Tonga-Hunga Ha'apai, 114 m. Ein sehr starker Ausbruch des Vulkans löste Tsunami-Wellen mit einer Höhe von bis zu 1,5 m aus. Für zahlreiche Pazifik-Anrainerstaaten wurde eine Tsunamiwarnung ausgegeben. Etwa 11 Stunden nach der Eruption des Vulkans erreichten die Wellen unter anderem die US-Westküste bei Santa Cruz, Kalifornien, und die Küste von Oregon. Etwa eine Stunde später erreichten die Wellen die Küste von Mexiko bei Manzanillo. Mehrere Dutzend Erdbebenmessstationen registrierten die Schockwellen des Ausbruchs, unter anderem in Island, auf den Kanarischen Inseln, Holland, Alaska und in den USA. Die Eruptionswolke hat einen Durchmesser von über 500 km und erreichte eine Höhe von mehr als 20 km. Die Eruption wurde in einer Entfernung von bis zu 1'500 km gehört. Es sind Schäden an Infrastruktur auf den Tonga-Inseln entstanden, mehrere Schiffe wurden zerstört.


4./6. Dezember 2021: Indonesien, Java, Semeru, 3'657 m. Ein starker Ausbruch des Vulkans forderte nach letzten Medienberichten mindestens 34 Tote, 16 Menschen werden noch vermisst und 68 Verletzte erlitten Brandwunden durch pyroklastische Ströme. Mehrere Hundert Häuser wurden zerstört, Strassen und Infrastruktur ist unterbrochen. Der Zusammenbruch des in den letzten Monaten stark gewachsenen Lavadoms im Krater des Vulkans löste die pyroklastischen Ströme aus. 2'000 Menschen wurden inzwischen in Notunterkünfte evakuiert. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von mehr als 9'000 m. Inzwischen wurden zwei weitere pyroklastische Ströme ausgestossen und es entstand ein Lahar. Der Vulkan veränderte sein Ausbruchsverhalten zu strombolianischen Ausbrüchen, wovon inzwischen etwa 70 pro Tag registriert werden.


13. Oktober 2021: Italien, Äolische Inseln, Vulcano, 500 m. Im Zentralkrater Fossa des Gran Cratere werden seit Anfang Oktober erhöhte seismische Signale registriert, zudem hat der Ausstoss von Kohlendioxid und Schwefeldioxid von etwa 20 bis 30 Tonnen pro Tag auf aktuell rund 150 Tonnen pro Tag zugenommen. Eine Reihe von Haushalten wurde inzwischen evakuiert. In den betroffenen Gebieten meldeten Anwohner zudem Funde von toten Tieren. Der italienische Zivilschutz hat die Alarmstufe für Vulcano auf Gelb gestellt. Die derzeitige Gefahr gehe jedoch vom Ausstoss giftiger Gase aus und nicht von einer bevorstehenden Eruption. Im Krater sowie an der Küste wurden inzwischen zusätzliche Messgeräte installiert, welche vulkanische Erdbeben, sogenannte Tremors, sowie erhöhten Gasausstoss registrierten. Die Oberfläche der Insel hat sich in den letzten 3 Wochen um 21 mm angehoben.


9. Oktober 2021: Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Cumbre Vieja, 2'426 m. Der Ausbruch des Vulkans hat an Intensität zugenommen. Der Hauptkrater des Ausbruchszentrums im Gebiet des Vulkans Cumbre Vieja wird Cabeza genannt. Die Erdbebentätigkeit hat sich verstärkt, wobei sich am 4. und 5. Oktober binnen 24 Stunden 31 Beben der Stärke M 3.0 bis M 4.0 ereigneten und weitere 47 Beben mit einer Stärke zwischen M 2.0 und M 3.0 gemessen wurden. Die Epizentren dieser Erdstösse liegen inzwischen in einer Tiefe von 35 bis 38 km, was darauf hindeutet, dass die tiefliegende Magmakammer aktiver geworden ist. Die Aschewolken steigen in eine Höhe von 3 bis 4 km. Inzwischen haben sich auf Hausdächern Ascheschichten mit einer Dicke von 30 bis 40 cm abgelagert. Nach letzten Berechnungen des zuständigen Vulkanobservatoriums wurden seit Beginn der Eruptionen am 19. September über 120 Millionen Kubikmeter Lava ausgestossen, verglichen mit 55 Millionen Kubikmetern bei der Eruption des Kraters San Juan im Jahr 1949 sowie 43 Millionen Kubikmetern des Kraters Teneguia im Jahre 1971. Der Ausstoss von Schwefeldioxid erreicht rund 250'000 Tonnen. Lava bedeckt eine Fläche von rund 400 Hektaren, Teile davon grosse Bananenplantagen. 1'046 Gebäude sowie rund 30 km Strassen wurden zerstört, weitere rund 120 Häuser stark beschädigt. Die Lavaschicht beträgt zwischen 8 und 50 Meter, das im Meer gebildete Lavadelta hat eine vorläufige Fläche von 37,2 Hektaren. Die Vorzeichen des aktuellen Ausbruchs gehen bis ins Jahr 2007 / 2008 zurück, als erste Deformationen des Bodens beobachtet und gemessen wurden. 2017 / 2018 traten Erdbebenschwärme in grösseren Tiefen auf.


19. September 2021: Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Cumbre Vieja, 2'426 m. Nachdem die seismischen Aktivitäten in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen haben, ist am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr, wie von Vulkanologen erwartet, an der Gebirgskette des Cumbre Vieja zu mehreren Vulkaneruptionen gekommen. In der Gegend von El Paso im Süden der Insel wurde Lava in die Luft geschleudert und es stieg Rauch auf. Ein Riss mit zunächst vier Öffnungen hatte sich nach aktuellen Medienberichten aufgetan. Inzwischen wurde auch ein fünfter Riss festgestellt. Der entstandene Lavastrom näherte sich bereits bedrohlich einigen Häusern, die am nahegelegenen Abhang stehen. Laut Presseberichten wanderten noch am Sonntag Touristen in dem Naturschutzgebiet. Wenige Stunden vor dem Ausbruch wurde in der Gegend ein Erdbeben mit der Stärke M 3,8 registriert, nachdem es in den vergangenen Tagen schon mehr als 25.000 leichtere Erdstöße gegeben hatte. Mehr als 300 Bewohner wurden inzwischen evakuiert, militärische Einheiten wurden in die Gegend beordert. Schon seit dem 11. September registrierten Fachleute eine deutliche Häufung kleinerer Beben, deren Herde in einer Tiefe von mehr als 20 Kilometern begannen, aber nach und nach der Erdoberfläche immer näher kamen. Am Dienstag hatten die Behörden deshalb 30.000 Einwohner im Südwesten der Insel aufgefordert, leichtes Gepäck vorzubereiten und die aktuellen Warnhinweise zu verfolgen. Der letzte Ausbruch des Vulkans ereignete sich vom 26. Oktober bis 18. November 1971 in der Gegend des Kraters Teneguja.


22. Mai 2021: Republik Kongo, Nyiragongo, 3'470 m. Nachdem die seismischen Aktivitäten am Abend des 22. Mai deutlich zugenommen haben öffneten sich zwei Spalten an der Südflanke des Vulkans in der Nähe des Shaheru-Kraters, aus welchen sich Lavaströme ergossen, die die Hauptstrasse N2 überfluteten. Ein weiterer Lavastrom zerstörte Häuser und Infrastrukturen in Gemeinden nördlich der Stadt Goma. Menschen brachten sich panisch in Sicherheit. Etwa 1'000 Wohnhäuser und Gebäude wurden zerstört und rund 25'000 Menschen flüchteten aus dem Gebiet. Der etwa 1 km breite Lavastrom unterbrach Strom- und Wasserleitungen bevor er 1,25 km vor dem Flughafen von Goma stoppte. Nach Angaben der Luftraumüberwachung erreichte die Aschewolke zeitweise eine Höhe von bis zu 13,7 km. Satellitenbilder zeigten, dass sich der Lavasee entleert hatte und sich anschliessend wieder auffüllte. Medienberichten zufolge forderte der Ausbruch mindestens 32 Todesopfer, rund 40 Personen werden noch vermisst. Mehrere starke Erdbeben erschütterten die Stadt Goma und führten zum Einsturz mehrerer Gebäude. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Beide Flughäfen von Goma sind geschlossen, Teile der Stadt werden aus Angst vor weiteren Lavaströmen evakuiert. Aschewolken erreichten permanent eine Höhe von etwa 6,1 km und bewegen sich in südliche Richtung. Am 25. Mai wurden über 130 Erdbeben mit einer Stärke zwischen M 2,0 und 5,0 registriert.


11. April 2021: St. Vincent und Grenadinen, St. Vincent, La Soufriere St. Vincent, 1'220 m. Weitere schwere explosive Ausbrüche ereigneten sich am Vulkan und führten zu ausgedehntem Aschefall auf der gesamten Insel. Der Luftraum ist geschlossen, die Wasser- und Stromvesorgung ist weitgehend ausgefallen. Etwa 3'000 Menschen verharren in Notunterkünften, mehrere Tausend wurden evakuiert.


9. April 2021: St. Vincent und Grenadinen, St. Vincent, La Soufriere St. Vincent, 1'220 m. Das Vulkanobservatorium UWI-SRC berichtete von seismischen Aktivitäten im Hauptkrater und einem wachsenden Lavadom in der Zeit vom 31. März bis 6. April. Gas und Dampf stiegen aus dem Lavadom auf. Am 5. April wurden vulkanische Erdbeben gemessen, welche an Intensität und Anzahl deutlich zunahmen und darauf hindeuteten, dass sich Magma den Weg an die Erdoberfläche bahnte. Die Erschütterungen ereigneten sich in etwa 6 km Tiefe, ähnlich wie die Erdbebenschwärme, die bereits vom 22. bis 25. März registriert wurden. Einige der Erschütterungen wurden in den nahegelegenen Ortschaften Fancy and Chateaubelair verspürt. Das stärkste Ereignis hatte eine Magnitude von M 3.5. Es ereigneten sich etwa 50 Beben pro Stunde. Mehrere explosive Eruptionen begannen am 9. April und setzten sich am 10. und 11. April fort. Heftiger Ascheregen fiel auf die Insel und erreichte auch den 19 km entfernten Flughafen Argyle International Airport. Die Aschewolke erreichte zuerst eine Höhe von etwa 6 km, später bei heftigeren Eruptionen bis zu 16,8 km. Es begannen umfangreiche Evakuierungen der örtlichen Bevölkerung. Rund 16'000 Menschen wurden aus den gefährdeten Gebieten in Notunterkünfte gebracht. 2 Kreuzfahrtschiffe nehmen Flüchtlinge auf. Die letzten grösseren Ausbrüche des Vulkans ereigneten sich 1718, 1812 und vom 6. Mai 1902 bis 30. März 1903, wobei dieser Ausbruch insgesamt 1'680 Todesopfer forderte. Letzte Aktivitäten des Vulkans wurden von April bis Oktober 1979 beobachtet, wobei wie beim aktuellen Ausbruch keine Opfer zu beklagen sind.


7. April 2021: Island, Krysuvik, Fagradalsfjall, Keilir, 360 m. In einer Entfernung von rund 700 m zur aktiven Spalteneruption öffnete sich eine weitere Spalte. Durch die Eruption von Magma entstand ein weiterer Lavastrom mit einer Länge von mehreren Hundert Metern.


19. März 2021: Island, Krysuvik, Fagradalsfjall, Keilir, 360 m. Eine Spalteneruption begann im Vulkangebiet. Der Vulkan war seit mindestens 10'000 Jahren inaktiv. Die Eruption hat sich mit mehreren 10'000 Erdbeben mit Stärken von über 5,0 M seit mehreren Wochen angekündigt. Am 24. Februar 2021 ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 5,7 und in der Folge wurden von den seismischen Messstationen Beben und Tremors gemessen. Vom 26. Februar bis 1. März ereigneten sich rund 6'000 Beben entlang einer 25 km langen Spalte zwischen dem Vulkankrater Keilir und dem Gebiet Fagradalsfjall. Es wurde eine horizontale Verschiebung des Geländes von 4 cm gemessen. Am 3. März begannen erstmals die für eindringendes Magma im Untergrund typischen Tremors, Erdbeben mit kleinen Magnituden. Das Epizetrum lag etwa 2 km westlich des Kraters Keilir. Vom 4. bis 10. März wurden Magmabewegungen in einer Tiefe von 2 bis 6 km Tiefe registriert, ab dem 10. bis 16. März in rund 1 km Tiefe. Es ereigneten sich in diesem Zeitraum weitere 16'500 Erdbeben mit einer Stärke von M 4,3 bis M 5,4.


8. Februar 2021: Italien, Sizilien, Aetna, 3'320 m. Strombolianische Aktivitäten begannen bei allen 4 Gipfelkratern des Vulkans, Südost-Krater, Nordost-Krater, Bocca Nuova, und Voragine. Diese dauerten bis 14. Februar an. Die Frequenzen und Intensitäten waren unterschiedlich stark. Am Morgen des 15. Februar verstärkten sich die Aktivitäten am Südost-Krater. Es wurden starke Tremors registriert. Am 16. Februar bildete sich der erste Lavastrom an der Ostflanke des Südost-Kraters. Ein Teil des Kraters stürzte ein und es bildete sich ein pyroklastischer Strom, welcher sich über etwa 1,5 km ins Valle de Bove ergoss. Explosive Aktivitäten am Südost- Krater intensivierten sich und es bildeten sich Lavafontänen mit einer Höhe von bis zu 600 m. Aschewolken dehnten sich in südliche Richtung aus. Aus den Ortschaften Nicolosi und Mascalucia wurde Lapilli-Fall gemeldet, Aschefall aus der 29 km entfernten Stadt Catania sowie aus der 70 km entfernten Stadt Syracuse. Es bildete sich ein zweiter Lavastrom mit einer Länge von einigen wenigen Kilometern, welcher sich in nördliche Richtung ins Valle del Leone bewegte.


27. April 2020: Russland, Kamtschatka, Kljutschewskaja Sopka, 4'754 m. Bei einem schweren Ausbruch hat der Vulkan eine Aschewolke mit einer Höhe von rund 7 km ausgestossen. Für den Vulkan gilt derzeit der „orange“ Luftfahrt-Gefahrencode. In Siedlungen der Region Kamtschatka seien keine Aschespuren nachgewiesen worden. Von September 2018 bis Juni 2019 war die Aktivität des Vulkans auf vereinzelte kleine strombolianische Eruptionen sowie Gas- und Dampf-Ausstoss beschränkt. Zuletzt wurde ein Satellitenphoto vom 17. Juli 2019 veröffentlicht, auf welchem eine in östliche Richtung driftende Aschewolke zu erkennen ist. Seither fanden im tiefen Gipfelkrater weitere strombolianische Eruptionen statt, die zur Ansammlung von Lava führten. In der Beobachtungsperiode vom 12. bis 17. April 2020 wurde eine Gas- und Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 6 km beobachtet, welche sich bis in eine Entfernung von rund 200 km in südliche und östliche Richtungen ausbreitete. Am 18. April 2020 bildete sich im südöstlichen Teil des Vulkans aus einem gefüllten Krater ein Lavastrom, der sich bis heute über die Flanken des Vulkans ergiesst.


12. Januar 2020: Philippinen, Luzon, Taal, 331 m. Die seismischen Aktivitäten im Gebiet des Vulkans erhöhten sich seit 28. März 2019 nach rund 43 Jahren Ruhephase. Am 12. Januar ereigneten sich die ersten phreatischen Eruptionen. Die ersten Ausbruchsaktivitäten waren auf verstärkten Austritt von Dampf aus 5 Schloten im Hauptkrater des Vulkan geprägt. Am Nachmittag intensivierte sich die Aktivität deutlich. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von 10 bis 15 km, das zuständige Vulkanobservatorium registrierte Tremors und es ereigneten sich Erdstösse, welche zu Rissen im Boden führten. Die Evakuierung eines ersten Teils der lokalen Bevölkerung von rund 6'000 Personen wurde angeordnet. Der intensive Aschefall führte zu umgestürzten Bäumen. Der Aschefall erreichte die 75 km nördlich gelegene Stadt Quezon City sowie den 56 km entfernten Flughafen von Manila, welcher vorübergehend geschlossen wurde. Inzwischen wurde auch der Ausstoss von Magma registriert. An der Nordflanke öffneten sich einige neue Spalten aus welchen Lavafontänen mit einer Höhe von 500 m ausgestossen wurden. Die Strom- und Wasserversorgung ist in einigen Gebieten eingeschränkt, mehrere Verkehrswege durch umgestürzte Bäume und Risse unpassierbar. Der Ausstoss von Schwefeldioxid erreicht rund 5'300 Tonnen pro Tag. Die Bevölkerung von rund 82'000 Personen im Umkreis von über 14 km um den Krater wurde in 244 Evakuationszentren verbracht. Inzwischen wurden mindestens 446 vulkanische Erdbeben registriert, wovon etwa 156 verspürt werden konnten. Die Ernte in weiten Teilen des umliegenden Landes ist vollständig zerstört, ebenfalls Teile der Infrastruktur. Der Kratersee ist verdampft und nicht mehr existent.


9. Dezember 2019: Neuseeland, White Island, 321 m. Der Insel-Vulkan White Island brach nach Angaben der Behörden gegen 14.11 Uhr Ortszeit ohne Vorwarnung aus. Auf Bildern einer Beobachtungskamera ist zu sehen, wie sich kurz zuvor noch eine grössere Gruppe von Wanderern in unmittelbarer Nähe des Kraters aufhält. Nach vorläufigen Angaben der zuständigen Behörden ist von 5 Toten und mindestens 18 Verletzten, welche mit schweren Verbrennungen von der Insel evakuiert wurden, auszugehen. Allerdings befanden sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs insgesamt rund 50 Menschen auf respektive im Krater des Vulkans. Kontrollflüge mit Helikoptern der Polizei und Suchtrupps haben keine Hinweise auf weitere Überlebende ergeben, was darauf hindeutet, dass die Zahl der Todesopfer noch ansteigen wird.


19. Juli 2019: Aetna, Italien, Sizilien, 3'295 m. Aus dem neuen Südostkrater fliesst ein Lavastrom. Zudem ist der östlichste Schlot strombolianisch aktiv. Der Nordostkrater stiess sporadisch Aschewolken aus, die bis zu 300 m hoch aufstiegen. Für kurze Zeit öffnete sich eine Spalte im Nordosten des neuen Südostkraters und es bildete sich ein Lavastromn. Die Lava fliesst ins Valle del Bove, womit vorerst keine Menschen in Gefahr sind. Seit kurzem stösst der Nordostkrater vermehrt helle Aschewolken aus, was darauf schliessen lässt, dass überwiegend altes Material ausgestossen wird. Die glühende Tephra wird in eine Höhe von etwa 100 m ausgeworfen. Die Aschewolke hat inzwischen eine Höhe von 3'650 m erreicht.

Ätna Ätna


4. Juli 2019: Italien, Stromboli, 924 m. An der südlichen Seite des Zentralkraters des Vulkans ereigneten sich zwei starke explosive Ausbrüche. Es entstand eine Aschewolke mit einer Höhe von etwa 5 km. Herabfallende Lavabrocken entzündeten Brände an den Hängen des Vulkans. Die Insel ist zu dieser Jahreszeit stark von Touristen besucht. Ein Wanderer wurde beim Ausbruch getötet. Die Behörden veranlassten die Evakuierung von Teilen der Inselbevölkerung sowie von etwa 1'000 Touristen. Einige Menschen flüchteten in Panik ins Meer. Die entstandenen Feuer wurden inzwischen mit Löschflugzeugen bekämpft.


22. Juni 2019: Russland, Kurilen, Raikoke, 551 m. Der Vulkan Raikoke bildet eine kleine, ovale Insel in der Kurilen-Kette. Sein Krater hat eine Tiefe von 200 m und einen Durchmesser von 700 m. Am frühen Morgen des 22. Juni 2019 gegen 4 Uhr Ortszeit ereignete sich eine schwere Eruption. Die aufsteigende Aschewolke wurde von mehreren Satelliten sowie Astronauten der internationalen Raumstation ISS beobachtet. Schätzungen zufolge erreichte sie eine Höhe von 13 bis 17 km. Eine separate Wolke, welche massgeblich aus grossen Mengen von Schwefeldioxid besteht, wurde ebenfalls von Satelliten beobachtet. Es ist nicht von Schäden oder Opfern auszugehen, da die Vulkaninsel unbewohnt ist. Die letzten Ausbrüche des Vulkans ereigneten sich am 15. Februar 1924 sowie in den Jahren 1765 und 1778, bei welchem 15 Todesopfer zu beklagen waren und das obere Drittel des Vulkans zerstört wurde. In den Tagen bis zum 25. Juni 2019 ereigneten sich weitere schwere Ausbrüche.


Aetna, Italien, Sizilien, 3'295 m

31. Mai 2019: Aetna, Italien, Sizilien, 3'295 m. An der Basis des Südostkraters öffnete sich eine Spalte, aus welcher Lava austritt und es entstanden zwei Lavaströme. Intensiver Aschefall begleitete den Ausbruch, der sich im Laufe der letzten Woche mit erhöhter seismischer Aktivität ankündigte.


9. Februar 2019: Indonesien, Sulawesi, Karangetang, 1'797 m. Die aktuelle Ausbruchsphase des Vulkans begann im November 2018 mit erhöhter seismischer Aktivität. Es bildete sich ein Lavadom und mehrmals wälzten sich pyroklastische Ströme über die Hänge des Vulkans. Am 2. Februar 2019 ergoss sich ein Lavastrom mit einer Länge von 2,5 km über den Nordnordwesthang, welcher inzwischen die Küstenstrasse unterbrach und am 5. Februar die Küste erreichte. Am 8. Februar begann die Evakuierung von 1'500 Einwohnern aus Dörfern im Umkreis von 2,5 km um den Krater.


1. Januar 2019: Indonesien, Anak Krakatau, 813 m. Der Vulkan kommt weiterhin nicht zur Ruhe: Auch am Neujahrstag spuckte er Rauch und Asche, wie Bilder der indonesischen Küstenwache zeigen. Dabei hat der Vulkan bei seinem katastrophalen Ausbruch am 23. Dezember 2018 zwei Drittel seiner Höhe verloren, wie Satellitenbilder der japanischen Raumfahrtbehörde nahelegen. Statt 338 Meter ist der Vulkan nun nur noch 110 Meter hoch. Durch die Eruptionen rutschten etwa 150 Millionen Kubikmeter Gestein und lockeres Sediment ins Meer, die letztlich tödliche Tsunamis an den umliegenden Küsten verursachten. Mehr als 400 Menschen starben durch die Flutwellen. Etwa zwei Quadratkilometer der Vulkaninsel verschwanden laut Berechnungen basierend auf den Satellitenbildern.


30. Dezember 2018: Indonesien, Bali, Agung, 2'997 m. Der Vulkan brach während 3 Minuten aus und stiess eine Aschewolke mit einer Höhe von 700 m aus. Einwohner umliegender Dörfer wurden sicherheitshalber evakuiert. Die zuständigen Behörden erklärten ein Gebiet mit einem Radius von 4 km um den Krater als Sicherheitszone. Mehrere Dörfer in der Nähe des Vulkans wurden mit Asche bedeckt.


Aetna, Italien, Sizilien, 3'295 m

24. Dezember 2018: Aetna, Italien, Sizilien, 3'295 m. Ein Ausbruch des Vulkans löste eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 3 km aus. Die auf dem Vulkan installierten seismischen Messstationen restrierten über 130 Erdbeben, das stärkste davon mit einer Magnitude von 4,0 innerhalb von 4 Stunden. Die Eruption ereignete sich bei einer Seitenspalte des Vulkans. Es handelt sich um die erste derartige Eruption seit 10 Jahren. Nach Medienberichten sind keine Schäden und keine Opfer zu beklagen, allerdings mussten einige Wanderer vom Vulkan evakuiert werden. Der Flughafen von Catania wurde vorübergehend für sämtlichen Flugverkehr gesperrt.


23. Dezember 2018: Indonesien, Anak Krakatau, 813 m. Eine heftige Eruption des Vulkans löste eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 15 km sowie einen Tsunami mit einer Höhe von etwa 3 m aus. Nach vorläufigen Angaben der Katastrophenschutzbehörde sind mindestens 429 Menschen ums Leben gekommen und über 1'500 verletzt worden. 150 weitere Menschen gelten als vermisst. Getroffen wurden Küstenstriche zu beiden Seiten der als Sundastrasse bekannten Meerenge, die die beiden Inseln Sumatra und Java trennt, darunter die Strände in Pandeglang, Serang und Süd-Lampung. Dutzende Gebäude wurden den Angaben zufolge zerstört. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land, ohne dass die Menschen dort vorab gewarnt wurden. Einige der am heftigsten getroffenen Gegenden befinden sich in Banten, wo es viele Strandunterkünfte für Touristen gibt. Mindestens 430 Häuser, neun Hotelanlagen, zehn Schiffe und Dutzende Autos wurden beschädigt. Schwere Tsunami-Schäden wurden unter anderem vom Urlauberstrand Carita gemeldet. Laut der Indonesischen Agentur für Geophysik war die Ursache vermutlich ein Ausbruch des in der Sundastrasse liegenden Vulkans Anak Krakatau, der wiederum einen Unterwasser-Erdrutsch zur Folge hatte. Demnach ereignete sich die Eruption am Samstagabend um 21.03 Uhr (Ortszeit), 24 Minuten später sei der Tsunami dann auf Land getroffen.


9. Dezember 2018: Papua Neu Guinea, Manam, 1'807 m. Bei einer heftigen Eruption des Vulkans wurde eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 15 km ausgestossen. Pyroklastische Ströme ergiessen sich über die Hänge. Bereits in den letzten Monaten ist der Vulkan wiederholt ausgebrochen, eine Ortschaft musste evakuiert werden. Die Aschewolke gefährdet den lokalen Flugverkehr, die zuständigen Behörden erliessen entsprechende Warnmeldungen.


18. November 2018: Guatemala, Fuego, 3'763 m. Bei einer erneuten Eruption des Vulkans wurden glühende Steine und Magma in eine Höhe von bis zu 400 ausgeworfen. Es handelt sich um den fünften Ausbruch des Vulkans im Jahr 2018. Ein Lavastrom erreichte eine Länge von 3 km. Vom zuständigen Vulkanobservatorium wurden 8 bis 17 Explosionen pro Stunde registriert. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von 3,2 km und bewegte sich bis in eine Entfernung von 20 bis 60 km in westliche und südwestliche Richtung. Der Aschefall erreichte die Orte Morelia, Santa Sofia, Sangre de Cristo und Finca Palo Verde. Einige Strassen in der Umgebung des Vulkans mussten geschlossen werden und die Evakuierung von 3'925 Bewohnern naheliegender Gebiete wurde begonnen, da sich pyroklastische Ströme über die Hänge ergossen.


13. Juni 2018: Indonesien, Bali, Agung, 2'997 m. Bei einem Ausbruch des Vulkans entstand eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 2 km. Es sind vorerst keine Meldungen über Schäden oder Opfer bekannt. Anwohner und Besucher sollten sich aus einer Gefahrenzone von 4 km rund um den Vulkan fernhalten, wie Vertreter des zuständigen Geologischen Instituts warnten. Die Alarmstufe beliessen die Behörden auf dem zweithöchsten Niveau.


3. Juni 2018: Guatemala, Fuego, 3'763 m. Der schwerste Ausbruch des Vulkans seit 1974 hat nach letzten Informationen mindestens 110 Todesopfer gefordert, knapp 200 weitere Personen werden nachwievor vermisst. Wie inzwischen bekannt wurde, hatte der nationale Katastrophenschutz (Conred) die Empfehlung der Seismologen, das unmittelbar um den Vulkan liegende Gebiet sofort zu evakuieren, über viele Stunden ignoriert. Insgesamt sind 1,7 Millionen Menschen von dem Vulkanausbruch betroffen. 3'000 Menschen wurden inzwischen aus den gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht. Der grösste der zahlreichen pyroklstischen Ströme erreichte an der südsüdöstlichen Flanke des Vulkankegels eine Länge von über 10 km. Bilder des Vulkankraters deuten darauf hin, dass sich ein seitlich gerichteter Ausbruch ereignete, welcher vorerst eine Aschewolke mit einer Höhe von über 10 km produzierte, welche in der Folge bei einer Höhe von 5 bis 6 km stagnierte. Ein Teil der Südostflanke des Vulkans ist eingebrochen.


17. Mai 2018: Kilauea, Hawaii, USA, 1'222 m. Nach einer schweren Explosion am Gipfelkrater des Vulkans entstand eine riesige Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 10 km. Die Wolke zog in Richtung Nordosten. Die Alarmstufe Rot für den Flugverkehr wurde aufrechterhalten. Bewohner waren nach der Explosion aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Die Behörden warnten zudem vor weiteren explosionsartigen Ausbrüchen, was es zu noch heftigerem Ascheregen führen könnte.


4. Mai 2018: Kilauea, Hawaii, USA, 1'222 m. Bereits seit Mitte März sammelte sich unter dem Pu'u O'o-Krater Magma an. Es wurden starke Bodendeformationen gemessen. Anfang April stieg der Pegel des Lavasees im Halemaumau-Krater an und überflutete den Kraterboden mehrmals. Ab 1. Mai begann das Magma unterirdisch in Richtung Küste abzufliessen, wobei sich im Bereich der Leilani Estates und Lalipuna Gardens, zwei Wohngebieten unweit der Küste, drei Risse mit einer Länge von etwa 150 m bildeten, aus welchen vorerst allerdings nur kleine Mengen Lava austreten. Ein Erdbeben der Magnitude 5,1 erschütterte das Gebiet. Die Lava fliesst derzeit nur bis jeweils einige 10 m beiderseits des Risses. Es wurden inzwischen über 1'800 Personen evakuiert. Am 4. Mai ereigente sich ein weiteres starkes Erdbeben der Magnitude 6,9. Das Epizentrum lag etwa 30 km südlich von Hilo in einer Tiefe von 5 km. Zwei Häuser wurden inzwischen zerstört, aber es liegen vorerst keine Berichte über Opfer vor.


2. Mai 2018: Marapi, Sumatra, Indonesien, 2'891 m. Im Krater des Vulkans haben sich mehrere phreatische Eruptionen ereignet, bei welchen bis zu 300 m hohe Aschewolken entstanden.


30. April 2018: Ibu, Halmahera, Indonesien, 1'325 m. Bei einer Eruption des Vulkans entstand eine 500 m hohe Aschewolke, die sich auf Grund der vorherrschenden Winde in östliche Richtung bewegte. Das zuständige Vulkanobservatorium erliess eine Warnung und verordnete eine Sperrzone von 3,5 km um den Krater.


10. März 2018: Kirishimayama. Shinmoedake Krater, Japan, 1'700 m. Seit 1. März haben sich mehrere grosse Ausbrüche ereignet. Die neuen Aktivitäten wurden durch Erdbeben angekündigt und am 10. März ereignete sich die grösste Eruption des Vulkans seit 7 Jahren, wobei eine über 3 km hohe Aschewolke ausgestossen wurde. Die Schwefeldioxid-Emissionen erreichten nach Messungen des zuständigen Vulkanobservatoriums zeitweise bis zu 5'500 Tonnen pro Tag. Der intensive Aschefall erreichte Dörfer und Städte in bis zu 12 km Entfernung vom Vulkan. Mehrere Flughäfen mussten geschlossen werden und eine Flugverbotszone wurde verhängt.


20. Februar 2018: Sinabung, Sumatra, Indonesien, 2'460 m. Bei einem grossen Ausbruch des Vulkans wurde eine 7 km hohe Aschewolke ausgestossen. In fünf Distrikten rund um den Vulkan betrug die Sicht zeitweise nur noch fünf Meter. Pyroklstische Ströme erreichten eine Länge von bis zu 4,9 km und reichten bis in evakuierte Dörfer. Es sind keine Meldungen über Opfer bekannt. Die Eruption zerstörte den Lavadom und Teile der alten Kraterwand des Vulkans. Nach Schätzungen der örtlichen Vulkanologen betrug das Volumen des Lavadoms rund 1,6 Million Kubikmeter.


24. Januar 2018: Kusatsu-shiransen, Honshu, Japan, 2'165 m. Bei einem Ausbruch des Vulkans wurden 7 Skifahrer verletzt und ein weiterer wurde getötet. Bei der Eruption wurden Lavabrocken ausgestossen und durch die Erschütterungen des Ausbruchs wurde eine Lawine ausgelöst. Die ausgeworfenen Gesteinsbrocken trafen eine Seilbahngondel und verletzten 4 Personen. Ebenfalls beschädigt wurde eine Lodge, aus welcher kurz zuvor etwa 100 Personen evakuiert wurden.


24. Januar 2018: Mayon, Philippinen, 2'462 m. Eine weitere schwere Eruption des Vulkans löste pyroklastische Ströme und bis zu 5 Kilometer hohe Aschewolken aus. Die Lavafontäne am Krater des Vulkans erreichte eine Höhe von bis zu 700 m. Die örtlichen Behörden erweiteren die unmittelbare Gefahrenzone auf einen Radius von 9 km um den Vulkan. Nach letzten Medienberichten haben über 74'000 Einwohner das Umland des Vulkans fluchtartig verlassen. Es liegen vorerst keine Meldungen über Schäden oder Opfer vor.


13. Januar 2018: Mayon, Philippinen, 2'462 m. Eine starke Eruption des Vulkans löste eine Aschewolke mit einer Höhe von über 2'500 m aus. 34'000 Einwohner von umliegenden Dörfern wurden evakuiert. Es liegen keine Meldungen über Schäden oder Opfer vor.


6. Januar 2018: Kadovar, Papua Neu Guinea, 365 m. Beim Vulkan Kadovar auf der gleichnamigen Vulkaninsel (früher bekannt unter dem Namen Blosseville Island) wurden von Bewohnern von Nachbarinseln Aschewolken beobachtet. Die in der Bismarck-See, etwa 25 km nördlich der Küste von Papua Neu Guinea liegende Insel, hat einen Durchmesser von rund 2 km. Die letzte bekannte Aktivität des Vulkans datiert vom 6. bis 19. März 1981, als ebenso wie in den Jahren 1976 bis 1977 orange Verfärbungen des Meeres vor der Küste der Vulkaninsel beobachtet wurden. Inzwischen wurden die rund 600 Bewohner der kleinen Insel evakuiert. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von knapp über 2 km.


27. Dezember 2017: Indonesien, Sumatra, Sinabung, 2'460 m. Der stärkste Ausbruch des Vulkans in diesem Jahr führte zu pyroklastischen Strömen mit einer Länge zwischen 3,5 und 4,5 km sowie einer Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 4,3 km. Es sind keine Meldungen über Schäden oder Opfer bekannt.


24. November 2017: Indonesien, Bali, Agung, 2'997 m. Ein Ausbruch des Vulkans entstand eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 1'500 m. Es sind vorerst keine Meldungen über Schäden oder Opfer bekannt.


28. September 2017: Indonesien, Bali, Agung, 2'997 m. Bereits am 22. September wurden am Agung erhöhte seismische Aktivitäten gemessen, worauf von den zuständigen Behörden eine Sicherheitszone von 9 respektive 12 km um den Vulkan erklärt wurde. Auf Satellitenbildern wurden von Vulkanologen neue Gebiete mit erhöhter Temperatur und Risse im Krater entdeckt. Der Austritt von Dampf wurde intensiver und es entstand eine bis zu 200 m hohe Wolke. Am 26. September ereignete sich unter der Nordwest-Flanke des Vulkans ein Erdbeben mit einer Magnitude von 4,2 in einer Tiefe von 5 km. Dies deutet auf Bewegungen von Magma innerhalb des Vulkans hin. Inzwischen haben sich rund 135'000 Menschen in Evakuationszentren in Sicherheit gebracht. Der letzte grosse Ausbruch des Vulkans ereignete sich vom 18. Februar 1963 bis 27. Januar 1964 und forderte mindestens 1'148 Todesopfer.


23. September 2017: Vanuatu, Ambae Island, Lombenben, 1'496 m. Auf der kleinen Pazifikinsel Ambae hat nach dem Ausbruch des Vulkans Lombenben die Zwangsräumung begonnen. Die gesamte Bevölkerung, 11'000 Kinder, Frauen und Männer, wird nun mit Booten auf Nachbarinseln gebracht. Der Schildvulkan brach zuletzt 2005 aus. Damals mussten 5'000 Personen ihre Häuser verlassen. Es dauerte drei Monate, bis die letzten Anwohner zurückkehren konnten. Am 24. September zeigten Fotos von Aufklärungsflugzeugen der neuseeländischen Luftwaffe eine Aschewolke über dem Vulkan sowie Lavafontänen in einem Krater des Vulkans. Es wurde von heftigem Aschefall in verschiedenen Teilen der Insel berichtet. Am 26. September wurde von der Regierung der Notstand ausgerufen, woraufhin 36 Schulen geschlossen wurden. Am 27. September waren 8'000 Einwohner in 35 Evakuationszentren untergebracht.


13. April 2017: Costa Rica, Poas, 2'708 m. Beim Vulkan Poas ereignete sich die grösste explosive Eruption seit Jahren. Die phreatische Eruption wurde massgeblich durch überhitztes Wasser im Bereich des Kratersees ausgelöst. Die Asche- und Dampfwolke erreichte eine Höhe von 500 bis 1000 m. Lavablöcke mit einem Durchmesser von bis zu 2 m wurden aus dem Krater geschleudert und das Visitor-Center wurde beschädigt. Am 18. April ereignete sich ein weiterer Ausbruch.


25. März 2017: Russland, Kamtschatka, Kambalny, 2'116 m. Der Vulkan ist zum ersten Mal seit 250 Jahren wieder ausgebrochen. Am Samstagmorgen hat der Vulkan eine sechs Kilometer hohe Rauch- und Aschesäule ausgestossen. Die Wolke erstreckte sich auf gut 160 Kilometer über den Pazifik. Die Gegend um den Vulkan ist weitestgehend unbewohnt, womit keine unmittelbare Gefahr für Menschen besteht. Der Kambalny ist der südlichste Vulkan auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. Er liegt rund 230 Kilometer südwestlich der Gebietshauptstadt Petropawlowsk.


16. März 2017: Italien, Sizilien, Aetna, 3'330 m. Auf dem Vulkan hat sich eine phreatische Eruption ereignet. Als Folge des Flusses von Lava über ein Eisfeld hat sich eine Dampfexplosion ereignet, bei welcher mehrere Mitglieder einer Touristengruppe und Vulkanologen durch herumfliegende Eis- und Lavabrocken verletzt wurden.


2. März 2017: Italien, Sizilien, Aetna, 3'330 m. Nach einer längeren Ruhephase ist der Vulkan wieder ausgebrochen.


18. Januar 2017: Mexiko, Colima, 3'850 m. In den vergangenen Wochen ist der Vulkan mehrfach ausgebrochen. Seit Herbst 2016 wird eine verstärkte Aktivität beobachtet. Im Dezember gab es drei grosse Eruptionen, bei welchen mehrere Kilometer hohe Aschewolken ausgestossen wurden.


17. Januar 2017: Peru, Sabancaya, 5'967 m. In einer neuen Serie von Explosionen stösst der Vulkan gewaltige Asche- und Rauchwolken aus. Nachdem die Behörden für die Bewohner der Umgebung einen sogenannten „Aschestreualarm“ ausgerufen hatten, erklärte der technische und wissenschaftliche Ausschuss für vulkanisches Risiko-Management nun für 60 Tage den Notfall in den 17 Verwaltungsbezirken. Die meisten dieser Bezirke befinden sich im bei Touristen beliebten Colca-Tal. Der Sabancaya ist der aktivste Vulkan in Peru und Teil einer 20 Kilometer langen Nord-Süd-Kette von drei großen Stratovulkanen.


6. Januar 2017: USA, Fox Inseln, Aleuten, Bogoslof, 150 m. Der Vulkan hat mit einer explosiven Eruption eine weitere Aschewolke in eine Höhe von bis zu 12 km ausgestossen. Mehrere Piloten berichteten von entsprechenden Sichtungen.


3. Januar 2017: USA, Fox Inseln, Aleuten, Bogoslof, 150 m. Nachdem die letzten Ausbrüche des Vulkans 1992 beobachtet wurden, war bis Mitte Dezember 2016 keinerlei Aktivität festzustellen. Am 20. Dezember beobachteten dann plötzlich mehrere Piloten eine Aschewolke mit einer Höhe von bis zu 10,3 km. Die Asche bewegte sich in südliche Richtung. Am 21. Dezember meldeten Satelliten und mehrere seismische Stationen auf umliegenden Vulkanen ein explosives Ereignis. Die Aschewolke erreichte etwa 10,7 km Höhe. Satelliten- beobachtungen ergaben, dass diese beiden Eruptionen das Aussehen der Vulkaninsel dramatisch veränderten. Am Nordostende der ursprünglichen Insel war eine neue, kleine Vulkaninsel entstanden. Am 23. und 26. Dezember ereigneten sich zwei weitere starke explosive Ausbrüche, welche jeweils zu Aschewolken mit einer Höhe von bis zu 9,1 km führten. Da der Vulkan in einer Zone mit regem Flugverkehr liegt, wurden entsprechende Warnungen herausgegeben.


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